(Im Reisewagen)

Je enger wir uns an einander banden,
Je ferner von einander rückten wir;
Da unsere Pfühle noch beisammen standen,
Berghohe Tiefe schied mich da von dir.

Seit ich, so schwerem Bann mich zu entziehen,
Von dir in's Weite bin hinaus gerannt,
Bleibt dir, ich mag zur fernsten Küste fliehen,
Dieß Herz, ein treuer Kompass, zugewandt.

Was soll ich nun aus diesem Wechsel lernen?
Was tun zur Heilung solcher Seelenpein?
Mich nähern, um mich wieder zu entfernen?
Fern bleiben, um dir ewig nah' zu sein?


Das Gedicht "An Sie" stammt von   (1808 - 1874).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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