Wo sind die stunden

Der süsssen zeit /

Da ich zu erst empfunden /

Wie deine lieblichkeit

Mich dir verbunden?

Sie sind verrauscht / es bleibt doch dabey /

Daß alle lust vergänglich sey.

 

Das reine schertzen /

So mich ergetzt /

Und in dem tieffen hertzen

sein merckmahl eingesetzt /

Läst mich in schmertzen /

Du hast mir mehr als deutlich kund gethan /

Daß freundlichkeit nicht anckern kan.


Das Gedicht "Verliebte Aue" stammt von   (1616 - 1679).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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