Mund! der die Seelen kann durch Lust zusammen hetzen,

Mund! der viel süßer ist als starker Himmelswein,

Mund! der du Alikant des Lebens schenkest ein,

Mund! den ich vorziehn muß der Inden reichen Schätzen,

Mund! dessen Balsam uns kann stärken und verletzen,

Mund! der vergnügter blüht als aller Rosen Schein,

Mund! welchem kein Rubin kann gleich und ähnlich sein,

Mund! den die Gratien mit ihren Quellen netzen;

Mund! ach Korallenmund, mein einziges Ergetzen!

Mund! laß mich einen Kuß auf deinen Purpur setzen.


Das Gedicht "Auf den Mund" stammt von (* 1616-12-25, † 1679-04-18).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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