Wo sind die Stunden
Der süßen Zeit,
Da ich zuerst empfunden,
Wie deine Lieblichkeit
Mich dir verbunden?
Sie sind verrauscht, es bleibet doch dabei,
Daß alle Lust vergänglich sei.

Ich schwamm in Freude,
Der Liebe Hand
Spann mir ein Kleid von Seide -
Das Blatt hat sich gewandt,
Ich geh im Leide.
Ich wein itzund, daß Lieb und Sonnenschein
Stets voller Angst und Sorgen sein.


Das Gedicht "Wo sind die Stunden" stammt von (* 1616-12-25, † 1679-04-18).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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