Was zieht uns aus der Fremde bunten Kreisen

Zur Heimath hin mit stürmischer Gewalt,

Als ginge ewig dort in sanften Gleisen

Der Strom des Glücks, der sonst uns nirgends wallt?

 

Was löschet in verborgnen, heissen Thränen

Des Lebens Glanz, der düster uns verbleicht,

Wenn still herbei geführt von zartem Sehnen

Das Bild des Vaterlandes uns beschleicht? -

 

Es ist das Heimweh, das mit bangen Schmerzen

In fremden Ländern schauernd uns ergreift,

Das nach und nach von dem erkrankten Herzen

Den Blüthenschimmer jedes Frohsinns streift.

 

Das zieht uns aus der Fremde schönern Kreisen

Zum Vaterland mit mächtiger Gewalt,

Und tauscht den Trieb nach Neuheit und nach Reisen

In Wünsche um nach stetem Aufenthalt.


Das Gedicht "Heimweh" stammt von   (1777 - 1849).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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