Auf der Wallfahrt durch dies dunkle Leben

Leuchten uns nur selten milde Sterne;

Eingehüllt in trübe Wolken schweben

Sie dem Blicke unerreichbar ferne.

 

Wenn der Hoffnung goldnes Licht nicht wäre,

Das des Kummers öde Nacht durchbricht,

So ertrüge dieses Daseyns Schwere

Der gepresste, bange Busen nicht.

 

Weiche nimmer aus dem matten Herzen,

Das des Trostes Balsam oft entbehrt,

Und umringt von nahmenlosen Schmerzen,

In vergebner Sehnsucht sich verzehrt.

 

Ach so vieles hat es schon verlohren -

Einsam fühlt′ sich′s - traurig und allein,

Und der Tanz der jugendlichen Horen

Bringt ihm Regen nur statt Sonnenschein.

 

Doch bleibst Du ihm treu zur Seite stehen,

Du, o Hoffnung! holdes Götterkind,

Dann vernimmt es in der Stürme Wehen

Nur des Lenzes milden Abendwind.


Das Gedicht "Hoffnung" stammt von   (1777 - 1849).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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