Laue Lüfte säuseln,

Und die Wellen kräuseln

Flüsternd sich im Meer;

Mondenstrahlen beben

Auf der Fluth und schweben

Glänzend hin und her.

 

Holde Melodieen

Aus der Ferne ziehen

Klingend durch die Nacht;

Und die Espen zittern,

Wie in Ungewittern

Wenn der Sturm erwacht.

 

Ist es Geisternähe,

Die mit Wohl und Wehe

Schauernd füllt mein Herz?

Steigen Engellieder

Aus den Lüften nieder,

Lindernd meinen Schmerz? -

 

Süsse Fantasieen,

Eilet nicht zu fliehen,

Labt den matten Sinn.

Ach in höh′re Räume

Ziehn der Ahndung Träume

Mitleidsvoll ihn hin.

 


Das Gedicht "Ahndung" stammt von   (1777 - 1849).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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