Ein rechter könig flieht/ eh man ihn noch verjagt/
Sein eidam hilfft ihm fort/ den er doch stets geplagt/
Armee und Flotte fällt/ bevor sie wird geschlagen;
Der nie das reich gesucht/ dem wird es angetragen.
Und dennoch fehlet es die rechten erben nicht.
Die kirche steht erlöst/ die freiheit auffgericht:
Und was man in Paris durch so viel hundert wochen
Mit klugheit überlegt/ ist nun wie glaß zerbrochen.
Mein leser dencke nicht/ aus furcht der prahlerey/
Daß diese that ein werck von hundert jahren sey:
Diß alles was man hier dich läst beysammen sehen/
Ist eine zeit/ ein jahr/ und einen tag geschehen.
Das Gedicht "Auff die befreyung Engellands" stammt von Benjamin Neukirch (1665 - 1729).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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