Ich habe/ Sylvia/ dich einmahl nur geküßt/

Und meynt' ich würde mir mein kranckes hertze laben;

O! aber weit gefehlt! ich weiß nicht/ wo es ist/

Und glaub/ es hat sich gar in deinen mund begraben.

Dann meine krafft ist hin: Ich fühle nichts als glut/

Und stürbe/ wenn ich nicht aus liebe leben müste.

Ach! wann ein eintzig kuß so grosse würckung thut/

Wie solte mir geschehn/ wann ich dich zehnmal küßte?


Das Gedicht "Als er sie das erste mahl küßte" stammt von   (1665 - 1729).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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