Durch die Wolken trommelnd, vorwärts gereckt,
Spitz und weiß und wild und neu wie ein Kind,
Strotzend von Leichtheit, sichtbarer Wind,
Blau von Himmel, schattig von Erde gefleckt,

Über die Stadt, mit heißen Gesichtern bedeckt,
Über Geschrei, das aus schwebenden Herzen rinnt,
Über Augen vom Blick in Sonne blind,
Über die Hand der Entzückung, zur Luftfahrt gestreckt,

Fliegt es, über das Leben von einstmals fliegt es,
Fremdeste Höhen nahe und gierig wiegt es,
Hirne reißt es aus den Wänden,

Schwach wie ein Spiegel dunkelt die Erde,
In des Himmels leuchtendere Geberde
Greifen wir ein mit neuen Händen!


Das Gedicht "Luftschiff über der Stadt" stammt von   (1883 - 1945).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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