Lange lebt ich in den Straßen, und mit allen nackend,
Ich genoss, mein Geist war steif vor Aufenthalt -
Bis mir heut entstieg: Ich sei so nicht gerne.
Und aus Häusern, sich vergebens zahllos zackend,
Wie ein Strom eilt ich in den Wald,
Mich begleiteten die runden Sterne.
Mit dem Atmen aus der Nacht mich entschlackend,
Meinen Kopf schneeig weit und kalt,
So entschwand ich mir in die Ferne.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
Zur Startseite:
Gedichte