Der Zug stand still,
Noch nichts war erreicht,
Neben den Fenstern gebogen lag Feld,
Zugleich mit den Rädern war alles still,
Auch die Gier nach dem Ziel, ...wir warteten leicht,
Die Sonne hielt noch eine Hälfte roten Lichts,
Vom Kupee, von der Erde mit Drähten, Wolken,
Und voneinander fühlte sich nichts...
Nur wie die stehenden Wagen nach Wagen
Durchrann uns des Dampfes dämmriges Gequill.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
Zur Startseite:
Gedichte