Gefahren bin ich in schwankendem Kahne

Auf dem blaulichen Oceane,

Der die leuchtenden Sterne umfließt,

Habe die himmlischen Mächte begrüßt.

War, in ihrer Betrachtung versunken,

Habe den ewigen Aether getrunken,

Habe dem Irdischen ganz mich entwandt,

Droben die Schriften der Sterne erkannt

Und in ihrem Kreisen und Drehen

Bildlich den heiligen Rhythmus gesehen,

Der gewaltig auch jeglichen Klang

Reißt zu des Wohllauts wogendem Drang.

Aber ach! es ziehet mich hernieder,

Nebel überschleiert meinen Blick,

Und der Erde Grenzen seh′ ich wieder,

Wolken treiben mich zurück.

Wehe! Das Gesetz der Schwere

Es behauptet nur sein Recht,

Keiner darf sich ihm entziehen

Von dem irdischen Geschlecht.


Das Gedicht "Der Luftschiffer" stammt von   (1780 - 1806).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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