Ich bin dir nah, nur eine dünne Mauer
Trennt mich von dir.
Du träumst wohl schon im sanften Schlummerschauer,
Vielleicht von mir.

Auf diesem Pfühl, der oft in heil'ge Weihe
Dich eingewiegt,
Ruht jetzt dies Herz, das dir voll Mut und Treue
Entgegenfliegt.

Mir ist's, als blühten aller Sehnsucht Keime
Melodisch auf,
Als fliegen geisterflüsternd deine Träume
Zu mir herauf.

Ich fühle plötzlich in den dunklen Locken
Ein leises Wehn;
Die Ahnung ruft, die vollen Adern stocken,
Die Pulse stehn. -

Es war dein Geist, und heilig auf der Wange
Fühlt' ich den Kuss;
An deiner Lippen küssendem Gesange
Kannt' ich den Gruß.

Es war dein Geist! Es war der Hauch der Liebe!
Hast mein gedacht!
O, dass sie ewig, ewig, ewig bliebe
Die schöne Nacht!


Das Gedicht "In der Nacht" stammt von   (1791 - 1813).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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