Es blinken drei freundliche Sterne
  Ins Dunkel des Lebens herein;
Die Sterne, die funkeln so traulich,
  Sie heißen: Lied, Liebe und Wein.

Es lebt in der Stimme des Liedes
  Ein treues, mitfühlendes Herz;
Im Liede verjüngt sich die Freude,
  Im Liede verweht sich der Schmerz.

Der Wein ist der Stimme des Liedes
  Zum freudigen Wunder gesellt
Und malt sich mit glühenden Strahlen
  Zum ewigen Frühling der Welt.

Doch schimmert mit freudigem Winken
  Der dritte Stern erst herein,
Dann klingt’s in der Seele wie Lieder,
  Dann glüht es im Herzen wie Wein.

Drum blickt denn, ihr herzigen Sterne,
  In unsre Brust auch herein!
Es begleite durch Leben und Sterben
  Uns Lied und Liebe und Wein!

Und Wein und Lieder und Liebe,
  Sie schmücken die festliche Nacht!
Drum leb’, wer das Küssen und Lieben
  Und Trinken und Singen erdacht!


Das Gedicht "Die drei Sterne" stammt von   (1791 - 1813).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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