Es war, das heil′ge Osterfest zu ehren,
   Der Tisch des Herrn besetzt mit Trank und Speise;
   Die Jünger saßen rings und sprachen leise,
   Den hohen Ernst des Meisters nicht zu stören.

Da sprach der Herr: »Wohl war es mein Begehren,
   Dies Fest zu feiern nach der Väter Weise:
   Noch einmal sehnt′ ich mich, in eurem Kreise
   Das heil′ge Mahl des Bundes zu verzehren.

Denn kurze Frist nur hab′ ich noch zu leben.
   Doch seid ihr meiner Seligkeit Genossen.
   Nehmt, Freunde, diesen Kelch und nehmt das Brot!

Das ist mein Leib, den ich für euch gegeben;
   Das ist mein Blut, das ich für euch vergossen;
   Für euer Leben geh′ ich in den Tod.«


Das Gedicht "Das Abendmahl" stammt von   (1791 - 1813).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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