Die Wunde brennt; die bleichen Lippen beben.
   Ich fühl′s an meines Herzens matterm Schlage,
   Hier steh′ ich an den Marken meiner Tage.
   Gott, wie du willst! Dir hab′ ich mich ergeben.

Viel goldne Bilder sah ich um mich schweben;
   Das schöne Traumlied wird zur Totenklage.
   Mut! Mut! – Was ich so treu im Herzen trage,
   Das muß ja doch dort ewig mit mir leben

Und was ich hier als Heiligtum erkannte,
   Wofür ich rasch und jugendlich entbrannte,
   Ob ich′s nun Freiheit, ob ich′s Liebe nannte:

Als lichten Seraph seh′ ich′s vor mir stehen;
   Und wie die Sinne langsam mir vergehen,
   Trägt mich ein Hauch zu morgenroten Höhen.


Das Gedicht "Abschied vom Leben" stammt von   (1791 - 1813).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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