Du erscheinst mit fröhlicher Gebärde,
Schöner Bräutigam, den sich die Erde,
  Den sich die Natur erkor.
Holder Lenz, willst du dich neu gestalten,
Trittst du kühn aus düstern Erdenspalten,
  Kühn mit neuer Lebenskraft hervor?

Und die Welt will liebend dich begrüßen;
Blumen keimen unter deinen Füßen;
  Neu geboren grünt die Flur.
Denn beseligend mit heil’gem Feuer,
Webst du freudig deinen Blütenschleier
  Um den starren Busen der Natur.

Alles keimt und grünt in holder Fülle,
Und die Knospe sprengt die finstre Hülle,
  Die sie streng umfangen hält.
Alle Blüten duften dir entgegen,
Und im Tau des Abends träufelt Segen
  Auf die fröhlich neuverjüngte Welt.


Das Gedicht "An den Frühling" stammt von   (1791 - 1813).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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