Was hilf es mir du Frühling,
Wenn du auf alle Wiesen
Die schönsten Blumen streuest,
Wann ich auf deinem Blumen,
Nicht kann mit Mädgen tanzen?
Was helfen mir die Blumen,
Wann mir kein muntres Mädgen,
Das Haupt mit Kräntzen schmüket?
Was hilfts mir wann die Bäume,
Jetzt junge Schatten streuen,
Wenn ich nicht neben Mädgen
In deinen Schatten schlumre?
Was hilfts mir wann du Blüthen,
Von bunten Bäumen schneyest,
Wenn du an meiner Seithe,
Auf keinen Busen schneyest,
Was schieren mich die Blumen,
Und Schatten und die Blüthe?
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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