Still, es ist ein Tag verflossen.

Deine Augen sind geschlossen.

Deine Hände, schwer wie Blei,

liegen dir so drückend ferne.

Um dein Bette schweben Sterne,

dicht an dir vorbei.

 

Still, sie weiten dir die Wände:

Gib uns her die schweren Hände,

sieh, der dunkle Himmel weicht -

Deine Augen sind geschlossen -

still, du hast den Tag genossen -

dir wird leicht - -


Das Gedicht "Nacht für Nacht" stammt von   (1863 - 1920).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Weitere gute Nachtgedichte zum schmökern.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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