Sei gesegnet, ernster Stunde
Die uns endlich stählern eint
Frieden war in aller munde
Argwohn lähmte Freund wie Feind
Jetzt kommt der Krieg
Der ehrliche Krieg!

Dumpfe Gier mit stumpfer Kralle.
Feilschte im Genuss und Pracht
Jetzt auf einmal ahnen alle
Was uns einzig selig macht
Jetzt kommt die Not
Die heilige Not

Feurig wird nun Klarheit schweben
Über Staub und Pulverdampf
Nicht ums leben, nicht ums leben
Führt der Mensch den Lebenskampf
Stets kommt der Tod
Der göttliche Tod

Gläubig greifen wir zu Wehre
Für den Geist in unserem Blut
Volk,tritt ein für unsere ehre
Mensch , dein Glück heißt Opfermut
Dann kommt der Sieg
Der herrliche Sieg,


Das Gedicht "Lied an alle" stammt von   (1863 - 1920).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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