Es stimmt zu mir, es ist ein sinnreich Wetter;

mein Nacken trieft, denn Baum und Borke triefen.

Die Tropfen klatschen durch die schlaffen Blätter;

die nassen Vögel tun, als ob sie schliefen.

 

Der Himmel brütet im verwaschnen Laube,

als würde nie mehr Licht nach diesem Regen;

nun kann er endlich, ungestört vom Staube,

das Los der Erde gründlich überlegen.

 

Die Welt fühlt grämlich ihres Alters Schwere:

kein Fünkchen Freude, keine Spur von Trauer.

Und immer steter schwemmt sie mich ins Leere:

kein Staub, kein Licht mehr - grau - und immer grauer.


Das Gedicht "Im Regen" stammt von   (1863 - 1920).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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