Regentropfen warm und groß

Machen aus der Nacht sich los,

Regentropfen warm und groß.

 

Da die Nacht steht ganz in Glanz,

Einen Augenblick da stand′s,

Ein Geisterantlitz, da entschwand′s.

 

Da, ein Blitz hat Licht gemacht,

Ganz in Glanz da stand die Nacht,

Da, ein Blitz hat Licht gemacht.

 

Helle wird im Lied das Leid,

Leuchtet auf wie ein Geschmeid,

Leuchtend wird im Lied das Leid.

 

Und da steht es in der Nacht,

Still in seiner Geisterpracht

Steht sein Antlitz in der Nacht.

 

Liedertropfen warm und groß

Lösen aus dem Leid sich los,

Liedertropfen warm und groß.


Das Gedicht "Regentropfen" stammt von (* 1854-09-11, † 1904-04-07).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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