Wie deine grüngoldenen Augen funkeln,

Wald, du moosiger Träumer,

Wie so versonnen deine Gedanken dunkeln,

Saftstrotzender Tagesversäumer,

Einsiedel, schwer von Leben!

 

Über der Wipfel Hin- und Wiederschweben:

Wie′s Atem holt

und näher kommt

und braust,

Und weiter zieht

und stille wird

und saust!

Über der Wipfel Hin- und Wiederschweben,

Hochoben steht ein ernster Ton,

 

Dem lauschten tausend Jahre schon

Und werden tausend Jahre lauschen.

Und immer dieses starke, donnerdunkle Rauschen.


Das Gedicht "Waldstimme" stammt von   (1854 - 1904).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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