Nimm mich in kühligen, schattigen Arm,

Säuselnder Hain!

Fern von rauschender Freuden Schwarm,

Ungestört vom nagenden Harm,

Will ich deiner mich freu′n.

Lieblich strömt von den Gipfeln herab

Wallender Duft;

Langsam ans moosige Ufer hinab,

Rollen die murmelnden Wellen ins Grab,

Spiegelschimmernder Luft.

O Natur! wie bist du so schön;

Lieblich und hehr

Deine verjüngende Schönheit zu sehn,

So durch′s Leben lächelnd zu gehn,

Mit der Unschuld daher!

Unschuld nur, und du, o Natur!

Seliges Band!

Ihr versüßet das Leben uns nur;

Stets will ich folgen der blumigen Spur

Mit der Lieb′ an der Hand!


Das Gedicht "Der Wald" stammt von   (1765 - 1835).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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