Wie sich aus eines Traumes Ausgeburten

aufsteigend aus verwirrendem Gequäl

der nächste Tag erhebt: so gehen die Gurten

der Wölbung aus dem wirren Kapitäl

 

und lassen drin, gedrängt und rätselhaft

verschlungen, flügelschlagende Geschöpfe:

ihr Zögern und das Plötzliche der Köpfe

und jene starken Blätter, deren Saft

 

wie Jähzorn steigt, sich schließlich überschlagend

in einer schnellen Geste, die sich ballt

und sich heraushält-: alles aufwärtsjagend,

 

was immer wieder mit dem Dunkel kalt

herunterfällt, wie Regen Sorge tragend

für dieses alten Wachstums Unterhalt.


Das Gedicht "Das Kapitäl" stammt von   (1875 - 1926).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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