Am Fuße der Alpen schon, Italia, brannte
Bei deinem Namen meine Seele mir,
Und als ich aus den Bergen kam zu dir,
Das all mein Leben seine Sehnsucht nannte,

Lacht' ich, wie wer ein großes Glück erkannte:
In deines Ruhms Gedenken flohn die Stunden,
Bis daß es Tag ward und mit Flammenwunden
Der Türkishimmel ganz in Gold sich wandte.

Die Pinien wallten wie das Haar von Frauen
Und in den Gärten rings schlug jeder Baum
In Flocken aus von weißem Blütenschaum:

Doch als ich dacht', wie fern in Rom zur Frist
Ein zweiter Petrus arg gefangen ist,
Weint' ich, dies Land so wahrhaft schön zu schauen.


Das Gedicht "Sonett auf der Fahrt nach Italien" stammt von   (1854 - 1900).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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