Eine milchweiße Taube, ein Ring von Gold
Sind Gaben geziem für dich,
Ein Strick und ein Baum, dran er hängen sollt',
Für deinen Getreuen, für mich.

Für dich ein Elfenbeinpalast
(Sieh die weißen Rosen, die holden)!
Für mich ein enges Bett zur Rast
(Weiß, o weiß sind die Schierlingsdolden)!

Für dich Jasmin und Myrte traut
(Rote Rosen sind schön zu schaun)!
Für mich Zypresse und Rautenkraut
(Rosmarin ist am schönsten traun)!

Für dich drei Werber um deine Hand
(Grünes Gras überm Totenschrein)!
Für mich drei Schritte auf dem Sand
(Pflanzt Lilien zuhäupten mir ein)!


Das Gedicht "Chanson" stammt von   (1854 - 1900).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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