Baden-Baden 1814.

 

Da droben auf jenem Berge,

Da stehet ein altes Haus,

Es schreiten zu Nacht und am Mittag

Viel Rittergestalten heraus.

 

Die weilten in herrlichen Tagen

Hier fröhlich am gastlichen Herd,

Sie haben viel Schlachten geschlagen,

Sie haben viel Becher geleert.

 

Das alles ist leider! vorüber,

In Trümmern das alte Thor;

Wer rufet aus Schutt und aus Grüften

Die mächtige Zeit uns hervor?

 

Und mag sie sich nimmer erheben,

Und hält sie der ewige Neid,

Wir wollen aufs Neue sie leben,

Die alte, die selige Zeit.

 

Wir sind hier zusammengekommen

Und sprengen den köstlichsten Wein,

Zum Wohnsitz der Freien und Frommen

Das Erbtheil der Deutschen zu weihn.

 

Sieh′ Bürger und Ritter aufs Neue

Erheben zum Schwure die Hand.

Wir meinen′s recht in der Treue,

Du liebes, du heiliges Land!


Das Gedicht "Das Bergschloß " stammt von   (1783 - 1817).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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