Wieder seh ich jenen Schimmer,
jenen Schimmer an den Bäumen,
der mir sagt, es könne nimmer
lange mehr der Frühling säumen.
Ja, es ist ein holdes Zeichen,
und, bevor wir ihn noch bitten,
wird er uns mit seinen reichen
Wunderblüten übrschütten.
Gedichte
Martin Greif
Wieder seh ich jenen Schimmer,
jenen Schimmer an den Bäumen,
der mir sagt, es könne nimmer
lange mehr der Frühling säumen.
Ja, es ist ein holdes Zeichen,
und, bevor wir ihn noch bitten,
wird er uns mit seinen reichen
Wunderblüten übrschütten.
Das Gedicht "Frühlingsnähe" stammt von Martin Greif (1839 - 1911).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.