Da Du mich segnen sollst, was frommt Dir dies,

Daß Deine Hand, Gewaltger, mich verstieß,

Daß Deine Kraft, Gesegneter, mich ließ,

Daß mich Dein Atem, Zürnender, verbließ?

 

Nun lieg ich irgendwo. Und ich bin nicht mehr

Als Staub im Staube, unerkennbar, sehr

Gering. Und schweift Dein großes Auge her

Auf meine Stätte, trübt sichs wolkig leer.

 

Ich aber laß Dich nicht. Da Du verneint

Mir ändern Kampf, sieh, Reiner, her: ich bot

Dich auf, in Pfützen spiegelnd, kämpfe, Feind

 

O Einziger mit Dir: Du würgst mich wenn

Der Staub mich würgt. In jede ärmste Not

Reiß ich Dich Gott: Du segnetest mich denn.


Das Gedicht "Don Quichote kämpft mit Gott" stammt von   (1899 - 1929).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Empfehlungen

Weitere gute Gedichte der Autorin:



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte