Schweig, mein Geliebter; Mund auf Mund

Wurden wir groß, wurden wir alt

In einem nie gestillten Bund,

Alt wie der uralte Wald.

 

Alt wie der Mond, mein Lichtgesicht,

Bist du am Himmel tausend Jahr

O schmale Sichel aufgericht,

Der ich die Ernte war.

 

Alt wie das Meer, die dunkle Saat,

Nach dir gereift, sehnsüchtige Flut,

Steigt zwischen uns den ewigen Pfad

Dunkel das ewige Blut.


Das Gedicht "Uralt..." stammt von   (1899 - 1929).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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