Geh nicht vor mir in dieses unbesungne

In dieses dunkle Reich, das Keiner kennt;

Damit Dein Name, dieser lang verklungne,

Wenn ich ihn ruf, noch Dich mit Namen nennt.

 

Vertausche nicht Dein Angesicht mit jenen

Veränderlichen aus dem fremden Kreis,

Die oft im Traum vorübergehn und denen

Ich keinen Gruß und keinen Wunsch mehr weiß.

 

Laß mich beim Brot gedenken und beim Wein,

Daß Du noch glühst, laß nicht mit Schatten-Speise,

Mit Blut und Mehl verstohlen her Dich rufen,

 

Wie man Geschiedne ruft: es steigt ihr Schein

Und ihre unsichtbare Sohle leise

Erdwärts herauf die ungeheuren Stufen.


Das Gedicht "Geh nicht vor mir..." stammt von   (1899 - 1929).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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