Ganz früh: Du tauchtest Dampf der morgendlichen Gärten

In meine Seele. Der blauen Sichel des Mondes

Namen gabst du, verwandt. Es reihten die Tiere

Dir sich gehorsam, Zauberer, der du die Blumen

Fremd im Abend beschworst zwischen Farrnkraut und Steinen.

Mich auch einmal. Und gehst mir weiter die fremden

Wege wie damals voran. Weißt schon den weißen

Schimmer des Haars. So reichst du, das Endliche kennend

Immer zuerst, den Tod wie damals den Tau, wie die Blumen.

Aber die Liebe verfließt, ein dunkles Gewässer

Ferne unendlich von Jedem einsam befahren.

Spülte mir niemals zur Seite, der dich trägt, den Nachen,

Hilfe verheißend. Es reichte mein Schrei

Nicht ins Land dir der Nacht: versink ich, erstrahlst du,

Tröstlich vielleicht, ein Letztes, verwandelt, als Stern.


Das Gedicht "An den Vater" stammt von   (1899 - 1929).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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