Was verlangst du, warum bangst du,
Armes, unruhvolles Herz?
Sei zufrieden, denn hienieden
Ist nur eitel Gram und Schmerz.

Willst du Gaben gerne haben,
Die kein Wurm noch Rost verzehrt?
Laß die Erde, daß dir werde,
Was da unvergänglich währt.

Willst du lieben? Suche drüben
Den, der liebenswürdig ist;
Alles leide, alles meide,
Bis du Ihm einst ähnlich bist.

Ringe, meide, bis die Freude
Dieser Welt vorüber ist;
Schau zur Höhe, bis das Wehe
Dieser Welt dein Herz vergisst.

O der Schmerzen, bis im Herzen
Treu' und Demut endlich siegt
Und die Taube, frommer Glaube,
Selig Ihm entgegenfliegt!

Stille, stille! Herr, Dein Wille,
Der geschehe auch an mir!
Amen, Amen! und Dein Namen
Sei gepriesen dort und hier!


Das Gedicht "Sursum Corda!" stammt von   (1798 - 1876).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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