Um Bethlehem ging ein kalter Wind,

Im Stall war das arme Christuskind.

Es lag auf zwei Büschel Grummetheu,

Ein Ochs und ein Esel standen dabei.

 

Die Hirten haben es schon gewisst,

Dass selbiges Kindlein der Heiland ist.

Denn auf dem Felde und bei der Nacht

Hat ′s ihnen ein Engel zugebracht.

 

Sie haben gebetet und sich gefreut,

Und einer sagte: Ihr lieben Leut′,

Ich glaub′s wohl, dass er bei Armen steht,

Schon weil′s ihm selber so schlecht ergeht.


Das Gedicht "Anbetung der Hirten" stammt von   (1867 - 1921).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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