Willkommen liebe Sommerzeit,

Willkommen schöner May,

Der Blumen auf den Anger streut,

Und alles machet neu.

 

Die Vögel höhen ihren Sang,

Der ganze Buchenhayn

Wird süßer, süßer Silberklang,

Und Bäche murmeln drein.

 

Roth stehn die Blumen, weiß und blau,

Und Mädchen pflücken sie,

Bald auf der Flur, bald auf der Au,

Ahi, Herr May, Ahi!

 

Ihr Busen ist von Blümchen bunt,

Ich sah ihn schöner nie,

Es lacht ihr rosenrother Mund,

Ahi, Herr May, Ahi!


Das Gedicht "Maylied [1]" stammt von   (1748 - 1776).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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