Es thut mir in der Seele wohl,
Seh ich ein grünes Thal,
Darein die Sommersonne voll
Ergießet ihren Strahl;
Und um und um der Bergeswald,
Und durch die Matten, jach,
Hinstrudelt, daß es wiederhallt,
Die wilde Well im Bach.
Es thut mir in der Seele wohl,
Seh ich ein stolzes Blut,
Die Wange klar, das Aug nicht hohl
Von ausgebrannter Glut.
Und einen feinen starken Leib
Und einen edlen Schritt -
Ach, ist es gar ein schönes Weib,
Nimmt sie das Herz mir mit!
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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