Mit Muth hab ichs ertragen,

Und habe kaum geweint -

In gut und bösen Tagen

Warst du mein bester Freund!

 

Nun soll ich dich vermissen,

Du bist von mir so fern -

In allen Kümmernissen

Warst du mein treuer Stern!

 

Du bist hinweg gegangen

Wohl übers weite Meer -

Doch kenn ich dein Verlangen,

Es zieht zu uns dich her!

 

O hätt ich, Freund, dich wieder,

An meiner Hand und Brust -

Ich sänge Freudenlieder,

Wie ich sie nie gewußt!


Das Gedicht "An ihn von ihr" stammt von   (1827 - 1892).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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