Schwebe, Mond, im tiefen Blau

Ueber Berg und Höhn,

Sprudle Wasser, blinke Thau!

Nacht, wie bist du schön!

 

Spiegle See den reinen Strahl!

Friedeathmend lind

Durch das wiesenhelle Thal

Walle, weicher Wind!

 

Wie durch einen Zauberschlag

Bin ich umgestimmt

Von Gedanken, die der Tag

Bringt und wieder nimmt.

 

Daß es auch ein Sterben gibt,

Fühl ich ohne Schmerz,

Was ich liebe, was mich liebt,

Geht mir still durchs Herz.


Das Gedicht "Abendfriede" stammt von   (1827 - 1892).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

 

Weitere gute Abendgedichte zum schmökern.

 



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte