Es traf einmal ein Philosoph einen Straßenfeger,

der gerade seiner Arbeit nachging.

Der Philosoph sagte zu dem Straßenfeger:

„Ich bedauere dich. Hart und schmutzig ist dein Tagewerk.“

Worauf der Straßenfeger antwortete: „Vielen Dank, Herr.

Aber sage mir, was für eine Arbeit hast du?“

Der Philosoph antwortete: „Ich studiere des Menschen Geist,

seine Taten und sein Verlangen.“

Da fuhr der Straßenfeger fort zu fegen,

und sagte mit einem Lächeln:

„Ich bedauere dich auch.“


Das Gedicht "Bedauern" stammt von   (1883 - 1931).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Empfehlungen

Weitere gute Gedichte des Autors:



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte