Im Herbst sammelte ich alle meine Sorgen

und vergrub sie in meinem Garten.

Und als der April wiederkehrte und

der Frühling kam, die Erde zu heiraten,

da wuchsen in meinem Garten schöne Blumen,

nicht zu vergleichen mit allen anderen Blumen.

Und meine Nachbarn kamen, um sie anzuschauen,

und sie sagten zu mir:

 

Willst du uns, wenn der Herbst wiederkommt,

zur Saatzeit, nicht auch Samen dieser Blumen geben,

damit wir sie in unseren Gärten haben?


Das Gedicht "Nachbarn" stammt von   (1883 - 1931).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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