Nur dem Dichter ist das Loos geworden,

Über And're hoch sich zu erheben,

Denn er lebt ein Phantasieenleben,

Näher steht er an des Himmels Pforten.

 

Sprach' der Gottheit tönt aus seinen Worten,

Genien der Wehmut ihn umschweben,

Was der Himmel Schönes ihm gegeben,

Haucht er aus in sehnenden Akkorden.

 

Seiner Lipp' entströmen sanfte Lieder,

Alle seine Worte sind Gefühle

Die der Scherz und auch die Lust empfunden.

 

Niedriges zieht nimmer ihn hernieder,

Denn er wandelt frei zum schönen Ziele,

Mit des Nachruhms schönem Kranz umwunden.


Das Gedicht "Der Dichter" stammt von   (1801 - 1877).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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