Kleine Biene, fliege weiter,
Schwärm´um Blumen auf der Flur;
Ich bin keine frische Rose,
Bin ein welkend Blümlein nur.
Laß das Stechen, laß das Saugen
Denn du findest keinen Keim,
Draus du könntest still geschäftig
Brauen süßen Honigseim.
Jede süße Lebensregung
Zehrte weg die böse Zeit,
Und mein Herz ist jetzt erfüllet
Nur von Schmerz und Bitterkeit.
Das Gedicht "An eine Biene, die mich stechen wollte" stammt von Kathinka Zitz (1801 - 1877).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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