Liebst du das Dunkel

Tauigter Nächte?

Graut dir der Morgen,

Starrst du ins Spätrot,

Seufzest beim Mahle

Stößest den Becher

Weg von den Lippen?

Liebst du nicht Jagdlust

Reizet dich Ruhm nicht

Schlachtgetümmel?

Welken dir Blumen

Schneller am Busen

Als sie sonst welkten

Drängt sich das Blut dir

Pochend zum Herzen?


Das Gedicht "Liebst du das Dunkel..." stammt von   (1780 - 1806).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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