Aber ich stürze von Bergen hernieder,

Wo mich der Regen des Himmels gekühlt,

Tränke erbarmend die lechzenden Brüder

Dass sich ihr brennendes Bette erfüllt.

 

Jauchzend begrüßen mich alle die Quellen;

Kühlend umfange ich, Erde, auch dich;

Leben erschwellt mir die Tropfen, die Wellen,

Leben dir spendend umarme ich dich.

 

Teueres Land du! Gebärerin Erde!

Nimm nun den Sohn auch den liebenden auf,

Du, die in Klüften gebar mich und nährte,

Nimm jetzt, o Mutter! den Sehnenden auf.


Das Gedicht "Der Nil" stammt von   (1780 - 1806).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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