Wärst du nicht, heil′ger Abendschein!

Wärst du nicht, sternerhellte Nacht!

Du Blütenschmuck! Du üpp′ger Hain!

Und du, Gebirg′, voll ernster Pracht!

Du Vogelsang aus Himmeln hoch!

Du Lied aus voller Menschenbrust!

Wärst du nicht, ach, was füllte noch

In arger Zeit ein Herz mit Lust?


Das Gedicht "Frage" stammt von   (1786 - 1862).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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