Dürft´ich mit dir dort oben geh´n,
Du träumerischer Mond.
Ich könnte wohl hinüberseh´n,
Wo die Geliebte wohnt.
Zu glücklich ist die Nachtigall,
Die in dem Lindenbaum
Vor ihrem Haus mit süßem Schall
Durchklinget ihren Traum.
Gedichte
Julius Mosen
Dürft´ich mit dir dort oben geh´n,
Du träumerischer Mond.
Ich könnte wohl hinüberseh´n,
Wo die Geliebte wohnt.
Zu glücklich ist die Nachtigall,
Die in dem Lindenbaum
Vor ihrem Haus mit süßem Schall
Durchklinget ihren Traum.
Das Gedicht "Nachtlied" stammt von Julius Mosen (1803 - 1867).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.