Ein Kleinod ist das allerbest',
Das Pfleg' ich wohl und halt' es fest
Und hall' es hoch in Ehren:
Das ist die Mutterliebe gut,
Die gibt mir immer neuen Mut
In allen Lebensschweren.

Und ist dein Herz so freudenleer,
Und ist dein Aug' so tränenschwer,
Blick in ihr Aug' hinein:
Das hat gar lichten, hellen Strahl
Und trocknet die Tränen allzumal
Wie Frühlings-Sonnenschein.

Und wenn einst die Trompete bläst,
Und wenn du früh zu sterben gehst,
Vom Reitersäbel hingemäht:
Die Mutter gibt dir als Geleit,
Als bestes für die Ewigkeit,
Eine Trän' und ihr Gebet. —

Und der dies Lied sich hat gemacht,
Hat viel an seine Mutter gedacht
Im stillen Heimathaus.
Er war ein wilderwegner Knab',
Dem sie noch ihren Segen gab
Mit in die Fern' hinaus.


Das Gedicht "Die Mutterliebe" stammt von   (1826 - 1886).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Empfehlungen

Weitere gute Gedichte des Autors:



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte