Wohl! so hänget Eure Kränze

An dem heil'gen Hügel auf,

Und sein gluthbeseeltes Auge

Blicke aus den Sternen drauf!

 

Wollt Ihr wissen, wo er schwebet?

Seht der Leyer goldnen Schein

Dort am Abendhimmel glänzen,

Bei der Leyer muß er seyn.

 

Wollt Ihr, wie er aussieht, wissen,

Wollt Ihr wissen, was er thut?

Ob er, sturmbewegt auf Erden,

Nun im Himmelshause ruht?

 

Auf den Wolken sitzt er sinnend,

Und es greifet seine Hand

In die ungeheuern Saiten,

Zwischen Sternen ausgespannt!

 

Und es klingen seine Lieder,

Und die Sel'gen stimmen ein!

Und die Engel alle staunen,

Und die Himmel jauchzen drein!

 

Und sie singen: Lob dem Herren,

Lob dem Ew'gen, der die Welt,

Und die Sterne, und die Leyer,

Und den Sänger hat bestellt.

 

Und der Lichtverklärte blicket,

Wie auf Erden er gethan,

Hoch entzückt, doch düster schauend,

All' die ew'gen Wunder an.

 

Wie er war, ist er geblieben:

Kraftvoll, würdig. wahrhaft, rein,

Ja, die edelste der Perlen

Schloß die rauhe Muschel ein!


Das Gedicht "Schlußwort" stammt von   (1790 - 1862).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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